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Generalversammlung des Gesangvereins Hüsingen

 

„Mit Musik geht alles besser“, versprach der Männerchor mit seinem Eingangslied zur Generalversammlung am 20.01.2007 des Gesangvereins Hüsingen. Vor sehr gut besetzten Besucherreihen konnte der erste Vorsitzende des Gesangvereins Hüsingen, Klaus Kessler, seinen Gefühlen Ausdruck verleihen und seine Wünsche anbringen. Er wolle bewusst provozieren, damit alle aufwachen. An organisatorischen Schwierigkeiten zeichnete sich in letzter Zeit ab, dass Frauen- und Männerchor nicht mehr friedlich zusammenarbeiten. Oft ist es so, dass Frauen in der Kaffeestube arbeiten, Kuchen backen, die Männer machen Dienst an der Theke, bauen den Müsler für die Veranstaltungen auf. Es gibt geschlechterspezifische Arbeiten. Männer sind nun mal nicht die besten Kuchenbäcker. Woher die Rivalitäten kommen, kann er nicht beurteilen. Ob es Neid ist oder Eifersucht? Man sollte darüber reden, keine Angst haben vor einem kritischen Gespräch oder eventueller zusätzlicher Arbeit. Wegschauen sei nicht sein Stil. Seiner Meinung nach muss das Vereinsleben zu 99 Prozent Spaß machen. Auch die Arbeit gemeinsam im Verein macht Spaß. Eine Änderung bei den Wahlen war, dass die Vorstandschaft keine Wahlvorschläge machte. Jeder solle sich von sich aus zur Verfügung stellen, er wünsche keine "Überredeten“, sondern „Überzeugte“ Amtsinhaber. Für Veranstaltungen wie den ersten Mai und das Waldfest, die zur finanziellen Absicherung des Vereins stehen, wünschte er sich, dass sich die Aktivmitglieder bei demjenigen, der die Helfer sucht, melden, wann und wie sie helfen „dürfen“. An Terminen für 2007 steht die offizielle Einweihung des neuen Flügels an, der am 19. und 20. Mai ins Auge gefasst wurde. Der Chorleiter des Männerchors, Dieter Waibel, könnte sich dafür ein kulinarisches Konzert vorstellen mit Chorstücken zu Klavierbegleitung, einem großen Konzert mit vielen großen und kleinen Künstlern, wobei er die Kooperation mit dem Höllsteiner Schülerchor beleben möchte. Auch ein zweites Rebenfest wird in Erwägung gezogen, Waibel wünschte sich einen regelmäßigen Probenbesuch und Proben, die einen „wurmen“, wenn man sie verpasst. Anhand der Jahreslosung: „Siehe, ich will ein Neues schaffen, es wächst jetzt auf, erkennt ihr es denn nicht?“ verdeutlichte er die Wichtigkeit, sich für Neues zu öffnen. Die Chorleiterin des Frauenchors, Ines Kiefer, lobte ihre Frauen, freute sich vor allem für das große Konzert neben neun weiteren Frauen"zwei herzigi Maidli“ als Gastsängerinnen bekommen zu haben. Durch das große Altersspektrum war es nicht einfach, ein Liedgut zu finden, dass alle anspricht. Mit 16 total neuen Liedern, die innerhalb eines dreiviertel Jahres einstudiert worden waren, ist ihnen das hervorragend gelungen. Einen Tag nach dem Konzert wurde Kiefer so krank, dass sie ins Krankenhaus musste, sie war sehr dankbar, dass sie es noch bis zum Ende des Konzerts geschafft hatte. Ein großer Dank ging an Bettina Mehlin, die spontan eingesprungen ist und sie als Chorleiterin vertritt. Ihre Fähigkeiten macht sich auch der Männerchor zu Nutze, wenn Not am Dirigenten besteht. Auch Anita Waibel galt der Dank, die mit Ines Kiefer für die Organisation beim Rebenkonzert stand.
Fünf Mitglieder wurden zu Grabe getragen. Zur Totenehrung sang der Frauenchor ein Lied. Im Jahresrückblick von Protokollführer Werner Kiefer, der von Berichten der Frauenreferentin Iris Rohde ergänzt war, hörte man von über 30 Terminen, die wahrgenommen wurden, neben den alljährlichen eigenen Veranstaltungen kamen dazu das Angebot des Obermarkgräfler Sängerbundes, Notenlesen zu lernen, Besuche bei Jubilaren, das große Fest zum 600-jährigen Bestehen der Hüsinger Kirche, Herbsten in Ihringen und in den eigenen Hüsinger Reben. Neue und herausragende Termine waren das Rebenfest, organisiert vom Männerchor und das Konzert „Wir machen Musik, da geht Euch der Hut hoch" vom Frauenchor. Durch die Anschaffung des neuen Flügels gab es ein großes Loch in der Vereinskasse, wie Kassierer Dieter Schultheiß berichtete. Kessler empfand jedoch diesen Betrag weniger als Verlust, sondern eher den Flügel als Gewinn für den Verein. Die Kassenprüfer Margot Spitz und Karl-Heinz Winter bescheinigten eine einwandfreie Kasse. „Er het des Tipp-Topp gmacht“, so Winter und empfahl Entlastung.

Wahlen

Der zum Wahlleiter bei der Generalversammlung des Gesangvereins Hüsingen gewählte Ortsvorsteher Erwin Sturm stellte sich auf eine lange Wahlnacht ein ob der neuen Regel - ohne Vorschläge der Vorstandschaft zu wählen. Er hatte Glück, sein vorsichtshalber mitgebrachtes Glas reichte aus. Der zweite Vorsitzende, Fritz Winter, stellte sich selbst wieder zur Wahl und wurde einstimmig gewählt. Kassierer Dieter Schultheiß hätte gerne gewartet, bis sich ein neues Mitglied für diesen Posten zur Verfügung gestellt hätte. Da dies nicht der Fall war, nahm er nach einstimmiger Wahl das Amt wieder an. Schriftführerin Gabi Hirche stellte sich nicht mehr zur Wahl, für sie wurde aus der Versammlung Manfred Würger vorgeschlagen, der dieses Amt bereits früher inne hatte und ebenfalls ein einstimmiges Votum erhielt. Als Frauenreferentin löste Bettina Mehlin Iris Rohde ab, Beisitzer Stefan Sutter wurde einstimmig gewählt, ebenfalls Iris Rohde, die Friedhild Bechtel ablöst. Neue Kassenprüfer sind Ralf Kiefer und Werner Allgeier. Sturm wünschte, dass das Gesangverein-Schiff bald wieder in ruhigeren Gewässern fährt. Er gab zu bedenken: „Wer viel schafft, macht au viel Fehler“.

Ehrungen

Der Vorsitzende des Gesangvereins Hüsingen, Klaus Kessler freute sich, bei der Generalversammlung zwei langjährige Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernennen zu können. 25 Jahre Aktivsänger war Hubert Blüss, Günter Hunzinger war bei seinem Vereinseintritt aktives Mitglied, später passiv, so dass er für 40-jährige treue Mitgliedschaft die Urkunde in Empfang nehmen durfte. Bei der Frühjahrsdelegiertentagung des Obermarkgräfler Sängerbundes durften Ralf Kiefer und Fritz Winter für 25-jähriges aktives Singen im Verein Urkunden und Ehrennadeln in Empfang nehmen. Für fleißigen Singstundenbesuch ehrte der stellvertretende Vorsitzende, Fritz Winter elf Frauen, die an 95 Prozent der Singstunden teilgenommen hatten. Fünf Männer durften hierfür den begehrten Weinrömer entgegen nehmen. Diese wurden gleich gefüllt, so dass man miteinander anstoßen konnte, während die restlichen Sängerinnen und Sänger ihnen zu Ehren zwei Lieder sangen . Auch die Chorleiterinnen und der Chorleiter, die Kassenprüfer, die Notenwarte Iris Rohde und Günther Sutter, die Singstundenwirte Margrit Schwemberger, Friedhild Bechtel und Walter Keßler, auswärtige Sängerinnen und Sänger, Müslerchef Max Kibiger und die Pressevertreterin erhielten Dankeschön-Geschenke.

Von links nach rechts:

Von links nach rechts:
Fritz Winter, stellv. Vorsitzender, Günter Hunzinger 40 Jahre Mitglied, Hubert Blüss, 25 Jahre Aktivsänger, Klaus Keßler, 1. Vorstand.

 

Verschiedenes

Unter Punkt Verschiedenes meldeten sich Mitglieder zu Wort, zum einen kam der Wunsch nach einem legeren Outfit zur Sprache, da bei einigen Anlässen Hemd und Krawatte als overdressed erscheint, bei anderen jedoch statt der verschiedenen Kleidung etwas einheitliches getragen werden sollte. Peter Rohde bedankte sich im Namen der Margarethengemeinde für die Zusammenarbeit, vor allem beim Kirchenjubiläum. Ein weiteres Mitglied ist dankbar, dass die Generalversammlung so verlaufen ist - nach dem bekannt werden der verschiedenen Disharmonien. Vorstand Klaus Kessler äußerte nur einen Wunsch: Dass wieder gelegentlich gemischte Lieder gesungen werden. Es waren immer wieder Höhepunkte bei den großen Konzerten, wenn der Verein gemischt gesungen hatte. Ziel des Vereins sei es, solche Höhepunkte zu erleben und zu genießen.

Vera Winter

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Archiv 2007

 

aktualisiert am 12.03.2007 /OA

 
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