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Der Schneiderhof wurde 1696 in Steinen-Endenburg (Kirchhausen) erbaut. Das Schwarzwaldhaus ist in seiner Ursprünglichkeit bis heute fast unverändert erhalten.
Am 25.06.1987 haben sich 20 Menschen zusammengefunden und den Verein zur Erhaltung des Schneiderhofes in Kirchhausen e.V. ins Leben gerufen. Im Jahr 2012 feierte der mittlerweile 300 mitgliederstarke Verein sein 25jähriges Bestehen.
Bis 1985 bewirtschaftete Frau Berta Schneider alleine den Hof. Sie starb mit 91 Jahren im Jahre 1986. 1987 erwarb der inzwischen gegründete „Verein zur Erhaltung des Schneiderhofes e. V.“ das Anwesen. Vom Landesdenkmalamt wurde der Hof als „Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung, an dessen Erhaltung ein gesteigertes öffentliches Interesse besteht“, eingestuft. In den folgenden 9 Jahren versetzte man das baufällige Gehöft in mühevoller Arbeit wieder in den ursprünglichen Zustand. Die meisten Arbeiten erfolgten in Eigenleistung, einiges bedurfte der Hilfe von Fachfirmen.
Heute vermittelt der Schneiderhof seinen Besuchern ein anschauliches Bild über die Lebens- und Arbeitsweisen unserer Vorfahren. Wenn der Gast über die Schwelle des Hauses tritt, fühlt er sich in das vorige Jahrhundert zurückversetzt. Man hat den Eindruck, dass der Hof „lebt“, und die Bauern nur gerade auf dem Feld sind. Aktionen finden jeden 1. Samstag im Monat, das ganze Jahr über, statt.
Sie sehen während der etwa einstündigen Führungen, die zu jeder vollen Stunde beginnen, u. a. die beeindruckende Fassade unter dem mächtigen Roggen-Strohdach, die schwarze, zweistöckige Rauchküche mit 3 Hurten (das Haus hatte nie einen Schornstein), die grosse Stube mit Kunst, Kachelofen und Herrgottswinkel, den 1821 angebauten Altenteiler die hintere Küche, wo der Schnaps gebrannt wird, die hintere Stube, in der sich alte Schnapsbrenngeräte befinden, die Nagelschmiede im Keller, die Schlafkammer im Obergeschoss, die Scheune samt landwirtschaftlichen Geräten und Werkzeugen, den Stall, in dem eines Tages wieder Hinterwälderkühe stehen sollen, den bunten Bauerngarten vor dem Haus und vieles mehr.
Die letzte Bewohnerin des Schneiderhofes in ihrer schwarzen Rauchküche ohne Schornstein. Hier hat sie - nach dem Tod ihres Vaters - von 1944 bis 1985 ganz allein mit ihren Tieren gelebt und sich weitgehend selbst versorgt. Bei einem Besuch im Schneiderhof erfahren Sie mehr über Berta Schneider, eines der letzten wahren Originale.
Alle Besichtigungen werden fachkundig geführt und beginnen zu jeder vollen Stunde. Für Gruppen besteht auch ausserhalb der Öffnungszeiten, das ganze Jahr über, die Möglichkeit den Schneiderhof anzusehen. Bitte Termin vereinbaren.

Schneiderhof in Kirchhausen
Jürgen Kammerer
79585 Steinen-Endenburg
Fon: 07629 1553
Fax: 07629 912747
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Ostern bis November
Sonntag und Feiertag
13:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Mittwoch und Samstag
15:00 Uhr bis 17:00 Uhr

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