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Ursprünglich kommt der Begriff Nachhaltigkeit aus der Forstwirtschaft:"Nur so viele Bäume fällen wie aufgeforstet werden oder nachwachsen." Zwischenzeitlich ist der Begriff "nachhaltig" zum allgemeinen Schlagwort geworden. Der Ausdruck "nachhaltige Entwicklung" entspricht dem englischen "sustainable development". Gemeint ist eine dauerhafte Zukunftsfähigkeit oder Zukunftsbeständigkeit menschlichen Wirkens. In Lokale Agenda 21-Prozessen sind das Streben nach Nachhaltigkeit und eine umfassende Beteiligung aller Betroffenen wesentliche Bestandteile.
Ökologie
Es hilft Abfall zu verringern, weil Waren länger genutzt werden. Statt in den Müll kommen die Waren wieder in Gebrauch.
Ökonomie
Das "nachhaltige Kaufhaus" schafft Arbeitsplätze für Geschäftsführung und Verkauf, vielleicht auch noch im Lager oder für den Transport von Waren.
Soziales
Auch sozial Schwache könnten dort zu günstigen Preisen einkaufen.
Eine Cafeteria mit speziellen regionalen Waren als mögliche Ergänzung würde weitere Arbeitsplätze von Erzeugern, Produzenten und Vertreibern sichern helfen. Skibasare, Second-Hand-Boutiquen oder Spielzeugbörsen sind bekannte und angenom-mene Einzelbeispiele für Gebrauchtwaren-Verkäufe.
Nachhaltige Projekte haben also positive Auswirkungen im wirtschaft lichen Sinne, fördern das soziale Miteinander und entlasten die Umwelt.
Einleitung / Ziel
Diese Kurzinformation soll den Teilnehmenden der Arbeitskreise / Projektgruppen das Thema Nachhaltigkeit näher bringen. Das Leitziel der Nachhaltigkeit ist neben einer weitestgehenden Beteiligung aller Betroffenen (z.B. Einwohnerschaft, Interessengruppen, Wirtschaft, ....) das wesentliche Merkmale eines Lokale Agenda 21-Prozesses. In Phase II (Projektgruppen) sollen nur nachhaltige Projektvorschläge weiter konkretisiert werden. Die Teilnehmenden sollen sich mit der Nachhaltigkeit auseinandersetzen und in die Projektplanung (und ihr alltägliches Leben) einbringen.
Definitionen
Nachhaltigkeit umfasst soziale, ökologische und wirtschaftliche Verträglichkeit auf Dauer und die Gleichberechtigung von Süd und Nord. Sie ermöglicht, dass sich die Natur dauerhaft erhalten kann und dass alle Menschen und zukünftigen Generationen die gleichen Chancen zur Gestaltung ihres Lebens haben.
(Ökozentrum Langenbruck, 1998)
Erläuterungen
Der Anstoss zum kritischen Hinterfragen der heutigen zivilisatorischen Entwicklung ergab sich primär aus den ökologischen Grenzen des Planeten Erde (z.B. Klimaveränderungen, Verwüstung, ..). Die Arbeit der Brundtland-Kommission und die Rio-Konferenz haben zu der Erkenntnis geführt, dass diesen globalen Herausforderungen nur durch eine nachhaltige Lebensweise zu begegnen ist. Nachhaltigkeit ist dann gegeben, wenn ein Gleichgewicht zwischen der zivilisatorischen Entwicklung (Gesellschaft, Wirtschaft) und der Re-generationsfähigkeit der beanspruchten natürlichen Resourcen (Umwelt) herrscht. Nachhaltigkeit ist deshalb nur aus der kombinierten Sicht der Handlungsfelder Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zu bewältigen.
Eine Entwicklung ist nur dann nachhaltig, wenn sie gleichzeitig oder in der Summe der Auswirkungen in allen Bereichen nachhaltigen Entwicklung zu Verbesserungen führt.
Obwohl Nachhaltigkeit rasch zu einem breit akzeptierten Begriff geworden ist, fällt es nicht leicht die dahinter verborgene Idee in der Praxis umzusetzen. Das Konzept der Nachhaltigkeit ist ein sehr weit reichendes Ziel, das im Einzelnen konkret interpretiert werden muss. Es ist keine Heilslehre mit einfach zu befolgenden Verhaltensregeln, sondern es ist stets notwendig diese Idee auf lokaler Ebene, im konkreten Handlungsbereich, neu zu definieren.

Koordinationsstelle
Lokale Agenda 21
Frau Reiß
Rathausstraße 8
79585 Steinen-Höllstein
Fon: 07627 9100-63
Fax: 07627 9100-67
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Alle wichtigen und aktuellen Informationen der Projektgruppen und Projekte finden Sie in den Agenda-News.