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In der öffentlichen Gemeinderatsitzung am 15. November 2011 wurde Gemeinderat Wolfgang Deschler für seine 40jährige Gemeinderatstätigkeit geehrt. Bürgermeister Rainer König überreichte ihm die Dankurkunde der Gemeinde. Die Ansprache des Bürgermeisters und der jeweiligen Fraktionsvertreter haben wir hier für Sie veröffentlicht.
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
verehrte Gäste,
lieber Herr Deschler,
ich habe heute die besondere Ehre, Sie lieber Herr Deschler - „das Urgestein Steinemer Kommunalpolitik“ für ein wohl beispielloses und einzigartiges Gemeinderatsjubiläum in unserer Gemeinde auszuzeichnen. Genau genommen für 4 x 10, also für 40 Jahre aktive und engagierte Tätigkeit als Gemeinderat in unserer Gemeinde. Das ist soweit ich nach verfolgen konnte, in den vergangenen rund 100 Jahren einfach einmalig !
Dabei erinnere ich mich noch genau an die letzte große Ehrung hier im Ratsrund vor 10 Jahren. Damals durfte ich Ihnen in Anerkennung Ihrer Verdienste - für 30 Jahre Gemeinderat - die Ehrennadel in Gold des Gemeindetages anstecken. Damals und daran möchte ich heute ebenfalls erinnern, wurde am selben Tag Gemeinderat Frank Jung - er war, was Sie für die CDU sind für seine SPD - er war das politische Schwergewicht der SPD - für seine 25jährige Gemeinderatstätigkeit gewürdigt.
Sehr geehrter Herr Deschler,
alles was ich damals in meiner Laudatio ausgeführt habe, kann ich heute nach 10 Jahren voll und ganz unterstreichen. Heute fällt es mir in der Tat leichter Besonderheiten Ihrer Person und Ihres Wirkens aufzuzeigen, zumal ich 11 Jahre Ihres Werdeganges hier im Gemeinderat so zu sagen miterlebt habe.
Sie, Herr Deschler, haben sich nicht nur in Steinen in unserer Gesamtgemeinde einen Namen als engagierter und kompetenter Kommunalpolitiker gemacht, genau so sind Sie auch über die Gemeindegrenzen hinweg in der Region eine bekannte politische Persönlichkeit. Steinen kennen Sie, lieber Herr Deschler, wie Ihre Westentasche; hier sind Sie aufgewachsen, Steinen ist Ihre Heimat und für die gute und gedeihliche Entwicklung Ihrer Heimatgemeinde haben Sie sich in herausragender Art und Weise eingesetzt.
1971 wurden Sie zum ersten Mal in den Gemeinderat von Steinen gewählt und seither immer wieder. Nun in der 9. Amtsperiode des Gemeinderates sind wir dankbar auf einen so erfahrenen Gemeinderat zählen zu können. Sie sind quasi das lebende Lexikon, das Gedächtnis dieses Gremiums. Denn immer wenn die Fragen auf frühere Geschehnisse oder politische Abwägungen gelenkt werden, dann sind Sie es, der kompetent den Sachverhalt aufklärt.
Ihrem politischen Werdegang ist zu entnehmen, dass Sie Sich sehr schnell in der CDU bemerkbar und bei den „Schwarzen“, die Mannschaft von Ihren Führungsqualitäten überzeugt haben.
Seit 1980 bis zur letzten Periode, waren Sie 29 Jahre Vorsitzender der CDU-Fraktion, also quasi deren Denker und Lenker, genauso aber auch deren Sprachrohr hier im Gemeinderat, in den Ausschüssen und nicht zuletzt in der Öffentlichkeit - und obwohl Sie dieses Amt in jüngere Hände übergeben haben, haben Sie an „Politischem Gewicht“ nichts verloren. Sie haben es verstanden die vielfältigen Meinungsbilder in Ihren Reihen zu bündeln um möglichst geschlossen Ihre Ideen in die Beratungen einzubringen.
Es Ihnen vielfach gelungen, nicht nur die Interessen der CDU überzeugend zu vertreten - Sie haben als „alter Fuchs“ auch die Argumente anderer Fraktionen in Ihren demokratischen Abwägungsprozess einfließen lassen, um nicht zuletzt ein tragfähiges und mehrheitsfähiges Ergebnis - sozusagen das „Machbare“ - zum Wohle der Gesamtgemeinde zu erhalten. Ihr Wort hat bis heute Gewicht, auch beim politischen Gegenüber.
Respekt und Anerkennung haben Sie Sich darüber hinaus bei der Ausübung in der Funktion als Bürgermeisterstellvertreter verschafft. Von Dezember 1984 bis März 1992 waren Sie rund 20 Jahre, bereits 1. Bürgermeisterstellvertreter und danach wieder seit November 1999 bis heute. Dieses Amt des Bürgermeisterstellvertreters versehen Sie aus der parteineutralen, loyalen Brille.
Gewissenhaft wie Sie es als Bilanzbuchhalter gelernt haben, führen Sie diese Aufgabe ebenfalls mit großen Sachverstand und mit Begeisterung aus. Dabei beschränkt sich die Stellvertretung nicht ausschließlich auf die Besuche von Jubilaren. Nein, es waren und sind auch umfangreiche Themen, welche Sie in meiner Vertretung hier im Ratsrund als Vorsitzender vorbereitet, geleitet und umgesetzt haben. Ich erinnere an die Planungen zum Bau des neuen Pflegeheimes, und ich denke aktuell an die umfassende Betreuung zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Umsetzung des Baugebietes „Hofäcker“ in Weitenau. Ich denke an vielfach gut vorbereitete und rhetorisch sehr gut vorgetragene Grußworte bei offiziellen Veranstaltungen und entsprechenden Repräsentationspflichten als Bürgermeisterstellvertreter.
Die aktive Mitarbeit sowie die Übernahme von Verantwortung nicht nur im Gemeinderat sondern auch in Vereinen muss bei Ihnen nicht eingefordert werden, dies war für Sie immer selbstverständlich. Dieses Selbstverständnis hat sich dann auch im Stimmenverhältnis wertschätzend bei den entsprechenden Gemeinderatswahlen niedergeschlagen. Sie waren viele, viele Male der Stimmenkönig und dies spricht eindeutig für die besondere Wertschätzung und Ihre Beliebtheit in der Bevölkerung.
Selbiges gilt auch in der Verwaltung, bei den Amtsleitern und Mitarbeiterschaft. Auf Grund ihrer Einblicke, sozusagen hinter die Kulissen, schätzt man Sie als kompetenten Gemeinderat und integre Persönlichkeit.
Als Finanzexperte haben Sie mit großer Sachkunde schwerpunktmäßig die Beratungen und Entscheidungen im Finanz- und Verwaltungsausschuss begleitet. Auch dort haben Sie als Fraktionssprecher die Meinung der Fraktion sachlich aber betont vertreten und in so manch schwieriger Situation, in souveräner Art die Debatten wieder auf den richtigen Nenner gebracht.
Genau so habe ich Sie aber auch als einen zuhörenden Menschen kennengelernt, der seine Position nach dem Hören anderer Argumente ohne Gesichtsverlust neu ausrichten bzw. überdenken konnte.
Beharrlich aber nicht stur, angriffsfreudig aber auch zuhörend so könnte man gewisse Eigenschaften des Gemeinderates Wolfgang Deschler charakterisieren.
Sie haben die Entwicklung unserer Gemeinde maßgeblich geprägt und man muß ergänzen - dabei eine tragende Rolle gespielt. Beispielhaft möchte ich nennen: Ortskernsanierung Steinen, Bau der Wiesentalhalle und Wiesentalstadion, Haus der Sicherheit; Erhalt und Ausbau der eigenen Trinkwasserversorgung, Entwicklung zahlreicher Baugebiete für Wohnen und Gewerbe und Gründung der Kommunalen Wohnbaugesellschaft; Bau- und Sanierung des Schulzentrums, Neubau Halle Schlächtenhaus und Bürgerhaus Hüsingen; Bau des Seniorenzentrums und nicht zuletzt den großen Kreisverkehrsplatz an der B 317.
Besonders dankbar sind wir Ihnen für Ihre große Einflussnahme und die Umsetzung eines großen Problems im Jahr 2001. Damals musste im Juli unser Schulzentrum wegen mangelnder Erdbebensicherheit von heute auf morgen geschlossen werden. Wohin mit den Schülern - das war die große Frage.
Damals standen die Büroräume bei der Medima in Maulburg aufgrund gegebener Insolvenz gerade leer. Als rechte Hand des Insolvenzverwalters haben Sie mit großem Gestaltungswillen und viel Geschick die Unterbringung im ehemaligen Medima-Verwaltungsgebäude vermittelt. Das war in der Tat eine Meisterleistung. Nochmals vielen Dank.
Erinnert sei an die Jumelage mit unseren französischen Freunden in Cornimont, die Sie von Anfang unterstützt und auf familiärer Ebene zur Familie Claudel gepflegt haben.
Sehr geehrter Herr Deschler,
es gäbe noch viel über Sie zu sagen aber diese Ehrung ist ja nur ein weiteres Etappenziel in Ihrer politischen Laufbahn. Persönlich möchte ich mich bei Ihnen für die vielen Jahre vertrauensvoller Zusammenarbeit, für so manchen guten Ratschlag und für Ihre konstruktive Unterstützung bedanken.
Zusammenfassend darf ich festhalten, dass Sie als Lenker und Denker der CDU-Fraktion tiefgreifende Spuren hier im Gemeinderat hinterlassen haben; dass Sie Ihr Amt als Bürgermeisterstellvertreter parteineutral, loyal und mit großem Sachverstand ausfüllen. Sie, lieber Herr Deschler, haben über 40 Jahre hinweg mit hohem persönlichen Einsatz Verantwortung zur gedeihlichen Entwicklung unserer Gemeinde Steinen und ihrer Ortsteile übernommen und dies ehrenamtlich und uneigennützig.
Als ein Gemeinderat mit Herzblut und großer Hilfsbereitschaft sind Sie ein Vorbild in Sachen bürgerschaftlichem Engagement.
Ich möchte Ihnen im Namen des Gemeinderates, im Namen der Ortsvorsteher, besonders aber auch im Namen meiner Amtsleiter sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und im Namen der Bürgerschaft für diesen beispiellosen und wohl einmaligen Einsatz als Gemeinderat und engagierter Kommunalpolitiker danken. Im Sinne eines noch lange anhaltenden guten Miteinanders hier im Gemeinderat wünsche ich Ihnen alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen.
Ich darf Ihnen nun die Dankurkunde überreichen …
Lieber Wolfgang,
seit 40zig Jahren Gemeinderat, eine, nein Deine ganz persönliche Erfolgsgeschichte!
Aber nur im Gemeinderat dabei zu sein, das war nicht Dein Ding, „entweder ganz oder gar nicht“ war seit jeher dein Kredo.
Du wolltest Veränderung, etwas vorwärts bringen, was bewegen, aber nicht zum Eigennutz, sondern für die Allgemeinheit!
Veränderung entsteht jedoch nicht alleine vom Reden, sondern vom anpacken. Du hast deine Ärmel hoch gekrämpelt und mit angepackt und zwar an vorderster Linie.
29 Jahre lang warst Du Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion mit Leib und Seele und dabei hast Du nie die hinteren Reihen vergessen, Dein Ausspruch „ein Häuptling braucht viele Indianer“!
In 4 Jahrzehnten ging so manche Vorlage über den Tisch, unzählige Projekte wurden verwirklicht, manchmal war es einfach und es ging schnell vorwärts, manchmal war es schwierig und mühsam.
Wenn es schwierig war hast Du nicht gesagt “wenn´s mal wieder länger dauert, schnapp Dir ein Snickers“, sondern uns auch mitgegeben „Manchmal muss man dicke Bretter bohren“.
Wichtige Projekte waren sicherlich: Eingemeindung, Schwimmbad, Schule, Baugebiete (Stutz, Jahnplatz), Gewerbegebiet an der Wiese u.v.m., Ortskernsanierung, Kindergärten, Mühlehof, Kreisel, Jumelage.
Die Jumelage lag Dir immer besonders am Herzen, zum einen warst Du von Anfang an dabei, zum anderen war Dir die Versöhnung mit Frankreich das Wichtigste bei dieser Partnerschaft. Man kann heute mit Fug und Recht behaupten dass daraus eine Freundschaft entstanden ist! Erst gestern in der Fraktionssitzung hast Du nochmals darauf hingewiesen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass wir in Europa seit 66 Jahren in Frieden leben!
Im Amt des 1. Bürgermeisterstellvertreters hast Du immer wieder Deine Fähigkeiten als Mittler unter Beweis stellen müssen. Souverän leitest Du Sitzungen, vertrittst die Gemeinde bei vielen Generalversammlungen und bist immer ein loyaler und absolut verlässlicher Stellvertreter. Den sicherlich nicht immer einfachen Spagat zwischen Fraktionschef und Bürgermeisterstellvertreter hast Du in hervorragender Weise hinbekommen und bist in dieser Funktion auch ein Aushängeschild für die Fraktion!
Außerhalb der Politik war Dein Engagement nicht weniger groß. In der katholischen Kirchengemeinde warst Du lange Jahre Vorsitzender des Kirchengemeinderates und hast wie allseits bekannt den Perukreis mit initiiert und mit Leben gefüllt. Diese Region liegt Dir in besonderer Weise am Herzen, da du auch geschäftlich viel in Südamerika warst. Erst vor kurzem bist Du wieder aus Peru zurückgekehrt und hast sehr interessante Eindrücke und Erlebnisse mitgebracht. Reisen war immer eine Leidenschaft von Dir und auch Deiner Familie.
Neben dem Beruf, neben der Familie und neben dem gerade Genannten, hast Du es geschafft ein sehr engagierter, immer geradliniger und zielstrebiger Gemeinderat zu sein. Gemeinderat aus Berufung könnte man sagen!
Kraft geschöpft und Deine Akkus aufgetankt hast Du sicherlich im Kreise Deiner großen Familie, die oft auf Dich verzichten musste und dies immer wieder auch akzeptiert hat. Ohne starke Frau an Deiner Seite geht das natürlich nicht und so hat deine Frau Ruth großen Anteil an dieser Erfolgsgeschichte! An dieser Stelle liebe Ruth, Dir und der ganzen Familie ein aufrichtiges und herzliches Dankeschön!
Lieber Wolfgang, ich weiß aber, dass Du noch eine andere Kraftquelle hattest, nämlich der Glaube! Aus ihm hast Du neue Kraft schöpfen können um weiter vorwärts zu gehen. Der Glaube kann Berge versetzen, mit dieser Zuversicht warst Du unerlässlich am Werk.
Lieber Wolfgang, ich darf Dir im Namen der CDU-Fraktion und des Ortsverbandes herzlich zu Deinem 40 jährigen Jubiläum gratulieren, Dir einen aufrichtigen Dank für das Geleistete aussprechen und enden mit dem Wunsch: „Blib so wie de bisch“!
Lieber Herr Deschler,
die Gemeinschaft für ein lebenswertes Dorf ist über 25 Jahre alt, davon durfte ich ca. etwas mehr als die Hälfte mitgestalten. Das erscheint mir schon ewig, ich komme mir auch bereits vor wie ein Urgestein im Gemeinderat.
Wie unvorstellbar lang sind dann 40 Jahre. 40 Jahre, in denen sich Steinen massiv veränderte, um nur zwei Ereignisse zu nennen:
40 Jahre, das sind 3 Bürgermeister, die Sie begleitet haben und begleiten (und die waren/sind alle für 2 Perioden im Amt).
40 Jahre, das bedeutet auch, dass Sie im Karikaturenbuch von Herrn Scaruppe in jeder 2. Karikatur zu finden sind.
Im Namen der Fraktion gratuliere ich Ihnen zu diesem Jubiläum und drücke Ihnen unseren großen Respekt für diese 40 Jahre als Gemeinderat aus. Als Bürger bedanken wir uns für 40 Jahre als gewählter Volksvertreter. Ebenso vielen Dank für lange Jahre als stellvertretender Bürgermeister. Sie leisten damit einen grossen Dienst für uns Gemeinderäte.
Die bereits erwähnte Ortskernsanierung war auch der Gründungszeitpunkt der Gemeinschaft für ein lebenswertes Dorf.
Damals gab es die SPD, die FDP, die Freien Wähler: alle waren Ihnen aus Bund und Land bekannt und soweit von Ihnen auch akzeptiert.
Plötzlich gab es aber auch die Grünen, dann die Gemeinschaft und sogar eine Frauenfraktion. Zugegebenermassen ein harter Brocken für Sie.
Es wurden schwere Schlachten mit Verwundungen auf beiden Seiten geschlagen, aber (soweit ich das beurteilen kann) keinen bleibenden. Wir sind daran gewachsen. Nicht nur quantitativ (wie man an der Fraktion sieht), denn Ihre Beiträge waren eine grosse Herausforderung für uns und an Herausforderungen wächst man auch. Sie waren eine große Herausforderung, weil Sie ein exzellenter Fachmann mit unendlicher Erfahrung sind (Sie kennen wirklich jedes Detail), weil Sie ein geschickter und glänzender Rhetoriker und ein politisch versierter Stratege sind. Sie werden bemerkt haben, dass wir im Laufe der Jahre von Ihnen dazu gelernt haben.
Sie sind auch aus unserer Sicht eine wichtige Stütze des Gemeinderats, sowohl als Fachmann mit dieser riesigen Erfahrung, aber auch als Mensch und Persönlichkeit. Sie wirken als Gemeinderat positiv und vertrauenserweckend nach aussen (das spiegelt sich in Ihrer hohen Stimmenzahl wieder).
Leider können Sie das Polarisieren und Provozieren immer noch nicht lassen (insbesondere, wenn ein Lächeln in Ihr Gesicht tritt, ahnen wir, was auf uns zukommt), aber immer öfter werden Sie, Ihrer Erfahrung und, das darf ich sagen, auch Ihrem Alter gemäss, auch als Moderator tätig, und das überwiegend sehr erfolgreich.
Auch wir beide haben uns das eine oder andere unschöne Wort an den Kopf geworfen, aber, und das schätze ich an Ihnen, nach der Sitzung ist vor der Sitzung. Wir sind uns immer in grossem Respekt begegnet. Vielen Dank dafür.
Was wir allerdings die ganzen Jahre nie verstanden haben:
immer wenn Sie sich wieder einmal an der Gemeinschaft abgearbeitet haben, kam ein grüner Frosch ins Spiel, immer nach dem Motto:
Wir werden Sie jetzt deshalb nicht zum Froschkönig ernennen. Aber wir haben immer bedauert, dass dieser liebenswerte Frosch in diese Diskussionen einbezogen worden ist. Um das wieder gut zu machen und um Ihnen zu zeigen, dass er ein sympathischer Zeitgenosse ist, haben wir Ihnen einen mitgebracht.
In Zukunft müssen Sie dann nur noch mit dem Frosch winken und wir wissen, was gemeint ist.
Sehr geehrter Herr Deschler,
40 Jahre Gemeindepolitik zu machen ist eine beeindruckende Leistung. Die SPD-Fraktion zollt Ihnen großen Respekt und Anerkennung. Sie haben die politischen Themen der vergangenen Jahre in Steinen wie kein anderer begleitet, beeinflusst und geprägt. Sie waren und Sie sind ein Kommunalpolitiker, der den Spürsinn für das Notwendige hat, der den Geruch des Machbaren kennt und der das für die Sache Notwendige konsequent verfolgt und wie nahmen wir Sie wahr: streitbar, mit Ecken und Kanten, aber auch versöhnlich und ausgleichend, in der Sache hart, in den Übergängen aber auch sanft und kompromissbereit, manchmal als Sprachrohr einer nahezu undurchdringbaren, uneinnehmbaren Festung gegenüber in letzter Zeit auch immer mehr als ruhender Pol gegenüber den „ jungen Wilden“ in den eigenen Reihen.
Zwei Punkte greife ich aus der Betrachtung bewusst heraus: Ihr Wissen und Ihre Erfahrung waren oft Grundlagen für den richtigen Weg. Ohne Ihre wichtigen Hinweise hätten wir uns oft die Finger verbrannt und wenn man Sie überzeugen und Sie dann eine Sache bewegen konnten, waren Sie gerade am Beispiel Pflegeheim-Neubau ein verlässlicher Partner, ein Zugpferd und ein überzeugender Sachverwalter zugleich.
Wir gratulieren Ihnen, Herr Deschler, zu diesem beeindruckenden Jubiläum. Wir sind uns mit vielen Bürgerinnen und Bürgern einig, Sie haben die Kommunalpolitik in Steinen positiv beeinflusst. Herzlichen Dank für die vielen Gemeinsamkeiten, aber auch für die kritische Begleitung unserer Arbeit. Nur so konnten auch wir uns verändern und weiterentwickeln.
Für die Zukunft wünschen wir Ihnen von Herzen Gesundheit, Glück und alles Gute!
Als kleines Zeichen unserer politischen Verbundenheit, ein gutes Tröpfchen in Ehren, ein starker „Schwarzer“ - mit einem gehaltvollen roten Kern“ - ein Schwarzriesling….

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