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Gemeinde Steinen (Druckversion)

Bürgerfest mit Riesenrad und Feuerwerk

Pressebericht  vom 24.04.2013

Jumelage-Jubiläum soll ein Fest für die ganze Bevölkerung werden / Verkaufsoffener Sonntag

Von Harald Pflüger
mit freundlicher Genehmigung des Markgräfler Tagblattes

Ein Aperitif soll den Appetit anregen und ist in der französischen Küche ein fester Bestandteil. Appetit auf das deutsch-französische JumelageJubiläum möchte auch die Gemeinde Steinen machen, die jetzt erste Details zum Programm bekannt gab. Mit zwei Federstrichen auf das Büttenpapier und dem anschließenden Austausch der Urkunden besiegelten der damalige Steinener Bürgermeister Johannes Pflüger und sein Cornimonter Amtskollege Gérard Braun am 29. Mai 1983 auf dem Dorfplatz des Vogesenortes die Freundschaft zwischen den beiden Gemeinden. Für die Bürgermeister war es mehr als nur ein geschichtsträchtiger Moment, es war ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Völkerverständigung, den 1963 Bundeskanzler Konrad Adenauer und Staatspräsident Charles de Gaulle mit der Unterzeichnung des deutsch-französischen Vertrags erstmals beschritten  hatten.

Die Bürger der anderen Gemeinden besser kennenlernen, den Austausch zwischen Familien, Schulen und Vereinen fördern,das so ein Auszug aus der Jumelage-Urkunde sollte das Ziel der Verschwisterung sein. Steinens damaliger Bürgermeister hatte in der Jumelage, die wie viele andere auch, von dem Bad Säckinger Lehrer Josef Haas vermittelt wurde, eine Chance gesehen, sich von althergebrachten Pauschalurteilen, mit denen man beidseits des Rheins aufgewachsen ist, zu lösen; sein französischer Amtskollege Maire Braun sah darin eine Gelegenheit, die jeweils andere Kultur zu entdecken. Was seine Amtsvorgänger Johannes  Pflüger und Herbert Stumböck begonnen und gepflegt haben, ist auch Bürgermeister Rainer König ein Anliegen. „Städtepartnerschaften schlagen Brücken“, sagte König bei den Feierlichkeiten zum 20jährigen Bestehen der Verschwisterung zwischen Steinen und Cornimont. Er wusste aber damals schon, dass eine Jumelage keine Routineangelegenheit ist, sondern dauernde Pflege benötigt. Gelegenheit, den Kontakt zu pflegen, hat die Bevölkerung, wenn am Wochenende, 6. und 7. Juli, in Steinen rund um den Cornimont-Platz das 30jährigen Bestehen der Freundschaft zwischen Steinen und Cornimont gefeiert wird. Der Ortskern wird dafür gesperrt und in eine Festmeile umgewandelt, die sich vom Rathaus über den Mühlehof und Neukauf-Markt bis zum scharfen Eck und dem Marktplatz erstreckt. Im Rathaus laufen die Vorbereitungen seit geraumer Zeit.

„Es soll ein Fest für die Bevölkerungwerden“, sagte Bürgermeister Rainer König bei einem Pressegespräch, bei dem erste Einzelheiten des Programms bekannt wurden (siehe Kurzinfo). Die Feier soll nicht nur von Offiziellen getragen werden, vielmehr soll die Bevölkerung mit eingebunden werden. Beim offiziellen Festakt ist deshalb vorgesehen, das Verschwisterungsversprechen von Grundschülern aus beiden Orten erneuern zu lassen. Gleichzeitig gibt es einen verkaufsoffenen Sonntag. Das heißt, die Gewerbeinitiative „Steinen...echt stark“ ist an dem Festwochenende genauso mit im Boot wie die Gastronomie und das Seniorenzentrum Mühlehof. Deren Bewohner werden auch die Krepprosen für den Schwibbogen herstellen, der vermutlich beim Rathaus die Eisenbahnstraße überspannen wird. Dazu soll derOrtskern in deutschen und französischen Farben leuchten; dafür sollen Girlanden, Blumenschmuck und vieles mehr sorgen. Ein lockeres Volksfest für jedes Alter schwebt Bürgermeister Rainer König vor. Auch an die jüngeren Gäste ist gedacht. Für sie plant die Gemeinde ein Jugendlager. Auf der Festmeile werden die Gemeinden Steinen und Cornimont mit Informationsständen präsent sein. Geplant ist ferner, ein Gästebuch auszulegen, in dem Wünsche und Anregungen für die Jumelage notiert werden können. Denn die Bürger sind es, die die Jumelage mit Leben erfüllen.

Begleitet werden die Feierlichkeiten von einem bunten Rahmenprogramm,zu dessen Höhepunkten wie bei derVerschwisterung 1983 ein Feuerwerkgehören soll. Darüber hinaus ist geplant, ein Riesenrad aufzustellen, von dem aus man Steinen aus der Vogelperspektive sehen kann. Es ist übrigens Deutschlands erstesn Riesenrad mit einer Spezialgondel für Rollstuhlfahrer. Außerdem soll ein kleines Bähnle durch den Ort fahren, und Führungen sind ebenfalls geplant, bei denen nicht nur Gäste, sondern vielleicht auch Einheimische ganz neue Ecken kennenlernen. „Natürlichwerden wir noch die eine oder andere Überraschung parat haben“, sagte Bürgermeister Rainer König, der eine engagierte Arbeitsgruppe hinter sich weiß. In die Vorbereitungen involviert sind die Gemeinderäte Willibald Kerscher, Catherine Pfeifer, Waltraud Spauszus und Gabriele Kaiser-Bühler sowie Hauptamtsleiter Heinz Wagner, Jugendpfleger Helmut Kolibaba, Elke Trinler vom Ordnungsamt und Gesamtkommandant Hildolf Schwald. „Wir möchten das Fest zum Volk bringen“, formulierte Hildolf Schwald, der bereits 1983 in Cornimont mit dabei war, die Ziele. „Kein schlechter Satz“, konstatierte Bürgermeister König.

30 JAHRE JUMELAGE STEINEN CORNIMONT: DAS PROGRAMM

Die Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der Verschwisterung beginnen am Samstag.6. Juli, um 14.30 Uhr mit einem Empfang der Gäste. Die musikalische Umrahmung werden die Kinder des Hebelkindergartens übernehmen. Um 16 Uhr wird im Vogtshaus eine Patchworkausstellung eröffnet. Offizieller Festauftakt ist um 17 Uhr mit einem Fassanstich auf dem Cornimont-Platz.Die Steffi-Lais-Band (nach dem Fassanstich) und „Rockstein“ (ab 20 Uhr) werden für Unterhaltung sorgen. Höhepunkt des Samstags wird ein Feuerwerk sein. Fortgesetzt wird das Jumelage-Jubiläumam Sonntag, 7. Juli, um 9 Uhr mit dem Empfang der Gäste, die erst am Sonntag angereist sind. Die musikalische Begrüßung werden Alphornbläser übernehmen. Nach dem ökumenischen Gottesdienst erfolgt der offizielle Festakt, der vom Musikverein Steinen, dem Musikverein Harmonie Cornimont und dem Zaubervogelchor der Grundschule Höllstein mitgestaltet wird. Im  Anschluss daran beginnt ein buntes Bühnenprogramm, das gegen 17 Uhr mit dem Auftritt der Pepperhouse Stompers gekrönt wird. Im weiteren Rahmenprogramm werden Ortsbesichtigungen mit dem „BadenovaBähnle“, Führungen durch Steinen in deutscher und französischer Sprache (nur Sonntag), Kinderschminken (nur Sonntag)  angeboten. Ferner werden ein Kinderkarussell und ein Riesenrad aufgestellt.

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